Happy Birthday Dr.!

Der Dr. ist jetzt 38., der alte Sack.
Zur Feier seines Geburtstags veranstaltet der Nürburgring extra ein Qualifikationsrennen für die 24H.
Nicht schlecht.

Er hat von mir ein
TopGear-Buch,
ein Buch von Henryk M. Broder, den wir beide sehr schhätzen,
einen englischen Kriegs-Thriller,
das Hörbuch „Mein Jahr in der Eifel“,
Fahrradputzbürsten,
sein englisches Lavendel-Duschgel, das ich ihm immer kaufe,
einen Martini-Alfa155 DTM-Ausführung als Anstecknadel,
und einen
einen Baggerfahr-Workshop
bekommen.

Um seinen Teller habe ich lauter kleine Autos dekoriert und er hat einen
Schoko-Nürburgring-Kuchen bekommen, von dem er
Antoniusbuche bis Start-Ziel und ich Start-Ziel  bis Michael-Schumacher-S
gefrühstückt haben.

Kein schlechter Start ins neue Lebensjahr.
Möge das so weiter gehen!

 

 

Gangsterbraut Anne endlich frei! Oder Autofahren in Absurdistan

Im Juli letzten Jahres bekam ich Post vom Polizeipräsidium Düsseldorf.
Ich sei angezeigt worden, weil ich auf der A59 einem Autofahrer den Mittelfinger gezeigt habe.
A59?
Fahre ich so gut wie nie.

Blick in den Kalender.
An besagtem Tag hatte ich einen Frisörtermin, der mich nicht auf die A59 geführt hat.
Anruf bei der Polizei.
„Aber Sie sind doch eine blonde Frau mit schwarzem Benz. Und vielleicht hat sich derjenige mit A59 nur vertan.“
Antwort: „Ja, ich bin aber auch eine blonde Frau mit schwarzem Porsche. Und wer sich mit Autobahnnummern vertut, vertut sich ja unter Umständen auch mit Kennzeichen. Ich war zur angeblichen Tatzeit beim Firsör“
„Name und Anschrift des Frisörs bitte.“

Viele Wochen danach beim Frisör:
„Anne, was war denn da bei Dir los? Ich dachte, Du hättest mich angezeigt, weil Dir der Haarschnitt nicht gefallen hat. Mein Mann hat mir dann erklärt, dass man Dich angezeigt hat, wir haben der Polizei bestätigt, dass Du hier warst an dem Tag.“
Meine arme Frisöse, keine Muttersprachlerin hatte den Brief der Polizei erst falsch verstanden…
Ich war also als Straftäterin bei meiner Frisörin denunziert. Sie hatte aber mein Alibi bestätigt.

Viele Wochen danach:
Anruf bei der Polizei, mit der Frage, ob die Sache denn nun geklärt sei.
Antwort: „Das liegt jetzt bei der Staatsanwaltschaft, ich gebe Ihnen mal das Aktenzeichen.“

Anruf bei der Staatsanwaltschaft:
„Oh, wir haben hier einen ganz anderen Namen in der Akte. Da muss wohl etwas schief gelaufen sein. Wir geben es zur zuständigen Dezernentin, sie hören von uns.“

Viele Wochen danach, ich habe nichts von der Staatsanwaltschaft gehört und rufe wieder an:
„Die Dezernentin war krank. Rufen Sie doch in 14 Tagen noch einmal an. Hier sind irgendwie zwei Akten vermischt. War bei ihnen irgendetwas mit der Rheinbahn?“
Ich: „Rheinbahn? Nein.“

14 Tage später, inzwischen sind seit der Anzeige 8 Monate vergangen, erneuter Anruf:
„Momentan überprüfen wir, ob sie vorbestraft sind.“
„Nein, bin ich nicht.“
Ich frage mich, was gewesen wäre, hätte ich schon mal etwas verbrochen.
Hätte die Staatsanwaltschaft dann nach dem Motto: einmal Verbrecher, immer Verbrecher geurteilt?
„Sie werden in der nächsten Woche Post von uns bekommen.“

Eine Woche vergeht, keine Post.
Eine weitere Woche vergeht:
DSCF3005
Das Verfahren ist eingestellt.

Man liest ja oft, die Justiz sei überlastet.
Das wundert mich persönlich jetzt nicht…

 

Kennenlerntag

Heute vor einem Jahr war Ostern.
Und der Dr. und ich haben uns zum ersten Mal getroffen.
Wir hatten ca. eine Woche lang hin und her gemailt, festgestellt, dass wir beide nur 15 Minuten voneinander entfernt wohnen und beide Porschefans sind.

Er hatte den Vorschlag gemacht, mal einen Kaffee zusammen trinken zu gehen.
Das haben wir dann getan.
Vorher war ich noch auf einem Osterbrunch bei den Wuppertaler Jungs und alle waren aufgeregt wegen meines „Date mit dem Porschefahrer“.

Dabei war es gar kein Date.
Und die kommenden acht Wochen waren wir auch reine Porschekumpels.
(Jaaaa, wir waren nicht besonders schnell, als es darum ging, zu merken, dass wir uns verliebt haben, da halfen auch die schnellen Sportwagen nicht.)
Irgendwie fand ich es immer schade, wenn unsere Treffen zuende gingen, und habe mich dabei ertappt, dass ich ihn am liebsten am nächsten Abend schon wieder gesehen hätte…

Zum Kennenlerntag habe ich ein super SLS-Modell bekommen.
SLS
Das Prachtstück steht jetzt vor meinem Flügeltürer-Poster von Ute und Markus im Arbeitszimmer.

Ich habe ihm einen Wechselsack geschenkt.
Nein, das hat nichts mit Testikelschrumpfung zu tun, so etwas brauchen Fotografen.
Und eine Butterbrotsdose für den Nachtdienst.
Natürlich mit Auto drauf….

Vor einem Jahr sind wir nach dem Treffen noch getrennt nach hause gefahren.
Er im geschlossenen Boxster, ich in der C-Klasse, den Elfer hatte ich zwar schon gekauft, aber noch nicht abgeholt.
Heute war es warm und sonnig, und wir sind zusammen nach hause gefahren.
Im offenen Boxster.

A****!…

…habe ich gedacht, als ich seine Nachricht las.
…sagte der Dr., als ich ihm davon erzählte.
…sagte mein Freund Sascha, als ich ihn besuchte, und davon erzählte.

Um wen geht es?
Um den Redaktionsleiter der Rhein-Zeitung, der verantwortlich zeichnet für ein ganz übles Unfallfoto, das er veröffentlicht hat.
Zusammen mit einem kurzen Bericht sieht man auf dem Bild schlimme Details des Unfalls, über den ich gestern schrieb.

Blut auf der Straße, die Handschuhe, die der junge Mann bei seinem Unfall anhatte,  medizinische Versorgungsmaterialien, den blutigen Erste-Hilfe-Kasten, auf dem sie seinen Kopf gebettet hatten, nachdem die Helfer ihm vorsichtig den Helm abgenommen hatten, alles schön klar im Bild zu erkennen.

Ganz schrecklich.
Also habe ich Herrn Adams, dem Redaktionsleiter gestern eine Mail geschickt, und ihn aufgefordert, sein journalistisches Handeln zu überprüfen.
Man hätte ein anderes Bild nehmen können, oder das Bild anders beschneiden können.
Es hätte noch immer das Geschehen dokumentiert, aber mit mehr Respekt vor den beteiligten Menschen.

Ich mag mir gar nicht ausmalen, wie es für die Familie des jungen Mannes sein muss, solche Bilder zu sehen, veröffentlicht in der Zeitung.

Hier die Antwort des Herren Adams:
Ein Satz, kein Wort des Bedauerns, keine Einsicht:

das Bild im Lokalteil kann ich verantworten. Auch die Onlinedarstellung - nicht mein Bereich- finde ich vertretbar. Es gibt Kollegen und Zeitungen, die sind viel rücksichtsloser.

Mit freundlichen Grüßen
 

Uli Adams

Rhein-Zeitung

Redaktionsleiter

rz Reporter GmbH, Redaktion Bad Neuenahr-Ahrweiler

Was soll ich dazu noch sagen, ich denke unsere spontanen Reaktionen treffen es schon ganz gut…

Tut mir leid, dass es hier momentan im Blog nicht leichtfüßiger zugeht.
Aber es bildet das Leben in all seinen, nicht immer leichten Facetten ab.
In der Hoffnung bald wieder positivere Dinge zum Thema zu haben,
bin ich froh, Euch auch bei diesen Themen an meiner Seite zu wissen.

Es kam anders

Samstag.
Strahlender Sonnenschein in der Eifel.
Der Tag des ersten VLN-Laufes.
Wir hatten geplant, dabei zu sein.
Es kam anders.

Mittags waren wir unterwegs  und fuhren eine dieser wunderschönen Strecken.
Kurvig, bergauf und -ab, durch den Wald.
Ein entgegenkommender Fahrer gab uns ein Zeichen mit der Lichthupe.
Kurz darauf sahen wir den Unfall.

Ein schwerer Motorradunfall, gerade erst passiert.
Der Dr. hat zusammen mit zum Glück auch zufällig vorbei kommenden Rettungssanitätern erste Hilfe geleistet.
Ich habe versucht, den schockierten Zeugen eine Stütze zu sein.

Der schwer verletzte junge Fahrer ist mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen worden.
Ich habe so etwas noch nie erlebt.
Ich habe vorher auch noch nie einen ernsthaft verletzten Menschen gesehen.
Furchtbar.

Inmitten der schönsten Natur dieses Grauen.
Völlig surreal.
Der verletzte Junge, die völlig schockierten Autofahrer.
Drei davon noch ganz junge Menschen.

Die Polizisten habe ich nicht als besonders hilfreich erlebt.
Zwar trugen sie selbst Gummiehandschuhe, ich musste aber erst einen Polizisten ansprechen, damit er den Dr., der dem jungen Mann einen Zugang legte, auch mit Handschuhen versorgte.
Als ich fragte, wer die unter Schock stehenden zwei anderen Motorradfahrer, einer davon verwandt mit dem jungen Mann, aus dem Wald fahren würde, kam die Antwort: „Wir machen das aus versicherungstechnischen Gründen nicht.“

Wie bitte?!
Das darf ja wohl nicht wahr sein.
Ich habe die Jungs dann im Boxster einen nach dem anderen ins Tal gefahren, und wir sind bei ihnen geblieben, bis einer der Väter sie abholen kam. Für die Polizei habe ich nur Verwunderung über.

Ebenso wie für die Gaffer.
Einer stand essend (!) am Rand, während der junge Mann dort am Boden lag.
Eine Polizistin musste mich davon abhalten, ihm an die Gurgel zu gehen.
Zwei Mountainbiker schickten sich an, durch die Trümmer am Verletzten vorbei zu radeln.
Durch einem scharfen Hinweis meinerseits haben sie dann ihre Route überdacht.
Unglaubliche Idioten.

Sehr tröstlich war die große Hilfsbereitschaft und das gute Umgehen aller vor Ort anwesenden Autofahrer und Helfer.
Ich glaube, es ist uns gelungen, die Situation, so gut wie man das in solchen Momenten machen kann, zu bewältigen und uns menschlich zu verhalten.

Ganz übel ist das Foto vom Unfallort in der Zeitung.
Man sieht das Blut, Verbandsmaterial und seine Handschuhe.
Es war schlimm, diese Details in der Zeitung zu sehen.
So eine ekelhafte Art der Berichterstattung ist doch nicht nötig!
Liebe Redakteure, so nicht!!

Mir wird momentan bei dem Gedanken an Eifelstraßen, die am Wochenende voll mit Motorrädern sind, schlecht.
Mich zieht auch nichts mehr zum Ring.
Allein bei dem Gedanken macht meine Psyche eine Vollbremsung.

Ich hoffe sehr, dass der Fahrer sich von seinen schweren Verletzungen wieder völlig erholt.
Und ich wünsche allen, die den Unfall miterleben mussten, viel Kraft und innere Stärke.
Leute, fahrt vorsichtig!!!

 

 

Liebeszauber

Nach einem knochenharten Tag im Garten muss ich in die Badewanne.
Ich krame im Badezimmerschrank nach einem Badezusatz und finde eine Packung, die ich vor zwei Jahren zum Geburtstag bekam.
Name: Liebeszauber.

Während das warme Wasser den müden Rücken entspannt,
muss ich an Toms Frage denken, was ich zum Porschekauf dazu bekommen hätte.
Das Beste, was ich bekommen habe ist natürlich der Dr.
Wir haben uns durch unsere Porsches kennen gelernt.

Sicherheitshalber frage ich ihn, ob er nicht mit will, in die Wanne.
Jetzt ist er verzaubert und morgen fahren wir zur VLN.
Besser als Callgirls und Zehnkämpfer.

Cayenne-Escort

Mein Freund Bastian schickte mir heute folgenden Link von „Süddeutsche.de“:

http://www.sueddeutsche.de/panorama/schluepfrige-werbestrategie-im-porsche-autohaus-kauf-zwei-nimm-drei-1.1922558

Wenn man zwei Cayenne kauft, kriegt man ein Callgirl dazu.
Kurz überlegen.
Hmmmmmm, nein danke.

Porsche selbst fands wohl auch nicht so prickelnd, wegen der Namensrechte an „Cayenne“, und natürlich, weil man im Ländle gegen Prostituion ist.
Ich glaube, dass Männer mit genügend Knete für zwei Cayenne vielleicht auch so eine Dame finden, der der eigenartige Porsche-Geschmack ihres Mannes egal ist…

Der Tag, an dem ich einen Porsche kaufte

Gestern vor einem Jahr habe ich den Vetrag für den Kauf meines wunderschönen Porsches unterschrieben.
Ich bin nicht reich und ich neige auch nicht dazu, mit Geld um mich zu werfen.
Aber hinter mir lagen üble Jahre und ich hatte etwas geerbt.

Mein Leben lang hatte ich schon davon gesprochen, dass ich mal einen Porsche haben wollte und hatte dann ein Jahr lang das Thema ernsthafter bewegt und mir eine ganze Reihe von 911ern angesehen.
Der Wagen, der mein Porsche werden sollte, stand in Dortmund.

Drei Tage, bevor er meiner wurde hatte ich ihn gesehen und probegefahren.
Aber er war innen braun und ich war mit nicht sicher, ob ich das will.
Davon abgesehen gab es keinen Grund, ihn nicht zu nehmen.
Also nahm ich meinen autodesinteressierten Freund Marius mit, zur moralischen Unterstützung, um ihn mir noch einmal anzusehen.

Und selbst der sagte: „Du hast das Geld, mach das ruhig.“
Und dann habe ich es tatsächlich getan.
Ich war hin und her gerissen zwischen „Oh mein Gott, was tue ich da?“ Und „Jaaaa, ich kaufe endlich meinen Porsche.“

Aber die ganze Zeit schwang auch das Gefühl mit, dass ich wohl wahnsinnig sein müsste, so viel Geld für ein Auto…
Von dem Tag gibt es sehr schöne Fotos, die Mari gemacht hat.
Wie ich gerade unterschreibe und wie ich das „Verkauft“-Schild an MEINEN Porsche mache.

Habe ich den Kauf bereut?
Nicht eine Sekunde.

Ihn zu kaufen war Glück in einer Zeit, die arm an Glücksmomentan war, und er hat mich seitdem schon so oft glücklich gemacht.
Und er ist einfach ein saugeiles Auto.
Mein Porsche.

 

FIA-Zäune, doch nicht so blöd…

Als der Dr. und ich am Sammstag am Nürburgring ankamen, sahen wir auf einem Abschleppwagen einen der Rowe-SLS.
Was passiert war, kann man hier sehen.
Eindrucksvoll.

Ein Wunder, dass das -vom Auto einmal abgesehen- gut geganen ist.
Klar nerven die Zäune beim Gucken an der Nordschleife oft.
Aber nach dem Video bin ich froh, dass es sie gibt!

Wundern musste ich mich heute Morgen, was die Leute so als Suchbegriffe im Internet eingeben, und dann hier landen: „lieber beim tanken weinen, als beim fahren“
Hm.
Kommt vermutlich darauf an, wie doll man weinen muss.

So richtig gut weint es sich beim Tanken ja nun auch nicht.
Es sei denn, es macht einem nichts aus, wenn der Tankwart und die anderen Kunden interessiert-mitleidig zusehen.
Ansonsten ist der meistgesuchte Begriff, der die Leser auf mein Porsche-Blog führt nicht etwa „Porsche“ oder so etwas, sondern „Parkplatzschlampen“.

Wie hieß das noch bei Bertholt Brecht?
Erst kommt das F*cken und dann das Auto, oder so ähnlich…