Herr Zuckerbergs Weltherrschaft

Google, Youtube, Facebook und Co saugen in unverschämter Weise Daten.
Und zweifellos ist das gefährlich.
Aber offenbar reichen die Daten noch nicht, um die Welt auch wirklich zu verstehen.
Wie komme ich zu dieser steilen These?

Ich bin Youtube-süchtig.
Den Fernseher mache ich kaum noch an.
In der Tube kann ich zu allen Themen meines Interesses (Autos, Garten, vegane Küche etc.) jeweils das anschauen, was mich interessiert.
Und zwar zu jedem Zeitpunkt der mir passt, ergo besser als TV.

Youtube macht mir immer Vorschläge, was mich interessieren könnte.
Neulich zum Beispiel aus der Rubrik „Autos“.
So weit bin ich also schon gläsern, Herr Zuckerberg weiß, dass ich Interesse an Autos habe.

Das vorgeschlagene Video hat mich dann aber schon amüsiert:
https://www.youtube.com/watch?v=qzwZeDV4NE4
Es ist nämlich von mir, das hat er wohl nicht so richtig kapiert, der Mark.
Das Video handelt von meinem Wunschfahrzeug…

Der Dr. und ich schmeißen hin!

Der Dr. und ich haben den Plan, unsere Jobs hinzuschmeißen.
Wir werden in Zukunft unser Spritgeld als Internet-Porsche-Gurus verdienen.
Der Plan sieht aus, wie folgt:

Wir drehen unsere berühmten Videos.
Hunderttausende werden unseren Youtube-Kanal abonnieren.
Daraufhin werden Firmen rund ums Automobil uns dafür bezahlen, dass wir Ihre Autos
fahren/Veranstaltungen mit unserer Anwesenheit adeln/ Produkte in die Kamera halten.

Da Sex sells, habe ich schon einen Satz transparenter Oberteile besorgt.
Die werden wir dann immer tragen, bei unseren Produkttests.
Das Auge ißt schließlich mit.
Ich hoffe, dass zumindest meine männlichen Leser an dieser Stelle umgehend zu youtube wechseln und auf „Daumen hoch“ klicken, hahaha!

Noch gehen wir unseren im Studium erlernten Tätigkeiten nach,
bald schon werden wir in Saus und Braus leben und täglich überlegen, welchen unserer vielen Porsches wir heute nehmen.
Gut, unsere Videoaufrufe sind noch etwas mager: 28, 51 und 81 Klicks reichen vermutlich noch nicht aus, um Porsche oder AMG als Sponsoren zu gewinnen 😦

Aber in weniger als drei Monaten geht es am Ring wieder los.
Dann gibt es lauter „follow me around“-Berichte von den Veranstaltungen.
Spätestens dann sind wir die Lieblinge der Szene und kriegen Freikarten zu allen VIP-Bereichen.

Bis es so weit ist, machen wir aber sicherheitshalber noch ein bißchen weiter mit den alten Jobs…

Frohes Neues Jahr!

Ich bin einer dieser Menschen, die Post- und Eintrittskarten als Erinnerungen mit Magneten an ihren Kühlschrank hängen.
Beim Putzen fiel heute eine der Postkarten herunter, und als ich sie aufhob, habe ich den Text auf der Hinterseite noch einmal gelesen.

Sie war von Meinen Freunden Bastian und Micha.
„Wir wünschen Dir für 2013 alles Gute! Viel Glück in der Liebe, Gesundheit und endlich einen Porsche!“
Als ich dies 7 Monate nach Silvester noch einmal lese, muss ich lächeln.

Wie präsent offenbar mein Porschewunsch bei meinen Freunden war…
aber stimmt, ich habe vor dem Kauf schon ewig davon geredet und Bastian war mal bei einer Probefahrt in einem AMG dabei…

Jetzt ist es Sommer 2013 und in meiner Garage steht der erfüllte Wunsch.
Gleich fahre ich nach Köln und treffe mich mit Freunden, die ich über den Porsche kennen gelernt habe.

Sieht ganz so aus, als wäre das gar nicht mehr so neue Jahr ein gutes…

In Bed with TopGear

Bei meinem Londonbesuch neulich brauchte ich einen Cappucino in der Shoppingpause. Während ich in der Marks&Spencer Coffeebar wartete, fiel mein Blick auf die Zeitschriften und so entdeckte ich das TopGear Magazin.

Die Sendung mag ich und schnell stand fest, die Zeitung will ich.

Der SLS auf dem Cover hat seinen Teil zur Kaufentscheidung beigetragen. ( Ich liebe seinen Sound. Wenn ich bei Mercedes vor ihm stehe, kann ich nicht normal atmen vor Begehren… der Preis ist, selbst gebraucht, für mich unerschwinglich, aber auf der Zeitung kann ich ihn mir leisten).

Was für ein Unterschied zu den deutschen Automagazin-Schwestern!

Wertige Aufmachung, sehr ansprechende Fotos, wenig Tech-talk (wer Zahlenkolonnen will, findet diese seitenweise ganz hinten im Heft).

Dazu der aus der Sendung bekannte schwarze Humor. Obwohl die Fahrzeugvorstellungen in weiten Teilen auf technische Details verzichten, fühlt man sich gut informiert.

Die Artikel entsprechen weniger ihren drögen deutschen Pendants, sondern sind eher wie Erlebnisberichte aufgemacht.

Zum SLS lautet die Überschrift „Who is Sunday Jonathan?“ Beschrieben wird eine Fahrt zu AMG. Diese Unterschrift, die, wie sich später herausstellt, völlig anders lautet, hat der Verfasser auf der Motorplakette des SLS gefunden und nun macht er sich auf, den Mann kennen zu lernen, der den Motor in seinem Fahrzeug gebaut hat. Ganz nebenbei wird der Mercedes vorgestellt. Aber eben charmanter als die Deutschen Autojournalisten es tun würden: „I love it, not like you love a Porsche GT3, but more warmly and openly“

Seufz!

In England kostet die Zeitschrift 3,99 Pfund. Für 89 Pfund kommt das Abo nach Deutschland.

Liebes Christkind, ja, ich weiß, die Liste ist schon wieder viel zu lang, aber bitte leg mir doch TopGear ins Bett!

TopGear Mag 005