Ginster lebt, Andreas Bippes…

Gestern Abend haben der Dr. und ich schallend gelacht.
Fast alle Suchbegriffe, durch die jemand auf meine Seite kommt, sind verschlüsselt.
Ab und zu wird nur noch einer angezeigt, gestern: „Andreas Bippes“
Bei der Vorstellung, Herr Bippes könnte erfahren, dass ihn jemand googelt und dann auf meiner Seite landet, hatten wir viel Spaß, er würde vermutlich vor Wut in die Tastatur beißen…

Wer ihn nicht kennt: er ist der Betreiber des PFF, einer Interentseite für Porschefahrer.
Da war ich auch mal, bis er mich mich rausgeworfen hat.
Wegen Ketzerei oder so…
Mein Nick dort war Ginster 70.

Meine Erfahrungen mit ihm kann man hier nachlesen…
Das hat mich zu dieser Geschichte inspiriert:

Seltsame Dinge geschehen.
Es verschwinden immer wieder Porschefahrer.
Zuletzt traf es eine Porschefahrerin.
Ein halbes Jahr lang war sie fröhlich aktiv in der Porsche-Szene,
dann war sie wie vom Erdboden verschwunden.

Was passiert mit diesen Menschen?
Fahren sie mit ihren Sportwagen in den Graben?
Leben sie jetzt in Übersee?
Haben sie ihren Porsche verkauft?
Nein.

Zum Glück geht es ihnen gut, und sie fahren ihre Porsches noch genauso begeistert wie immer.
Sie dürfen nur nicht mehr mitspielen, auf dem virtuellen Internet-Porschefahrer-Spielplatz.
Eine von diesen Ausgestoßenen ist Ginster70.
Und Ginster ist gar nicht wirklich verschwunden.

Irgendwo sitzt allerdings ein Mensch mit komischen Haaren, der sich nichts mehr wünscht, als das.
Und in seinem kleinen Königreich spielt er dann:
„Ein Ufo ist gekommen und hat die böse Frau einfach mitgenommen“

Aber Ginster lebt! 🙂

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Inspiration und Begeisterung

Ich liebe Vorträge.
Das Fernsehprogramm hat mich als Konsumentin fast völlig verloren, seit ich das Internet entdeckt habe.
Da kann ich mir das Programm nach eigenem Gusto zusammenstellen.
Seitdem bleibt die große Flachbild-Kiste aus, und die kleine steht auf meinem Bauch, während ich auf der Couch liege oder auch im Bett.

Es gibt eine Reihe von Themen, für die ich mich begeistere und generell lerne ich gerne.
TED-Talks sind super.
Dann wieder entfamme ich für ein Idol: Malcolm Gladwell, Alain de Botton, Martin Seligman oder Caitlin Moran und sehe mir an, was sie Interessantes zu sagen haben.
Großer Spaß, geht auch, wenn man zu kaputt für mehr Aktivität ist.

Heute habe ich mir einen Vortrag über unbewussten Selbstboykott angesehen, und was kommt als Beispiel für Begeisterung und Inspiration vor?
Ein Porsche!
Anschauchlich schildert der Vortragende, wie erhebend es sein kann, einen zu haben und zu spüren.
Auch, wenn mein Alltag mich fast auffrißt und schöne Touren viel zu selten stattfinden:
das stimmt!

Es ist erhebend einen zu besitzen und jede Porschefahrerin (ich habe viele feministische Vorträge gehört in letzter Zeit…) kennt dieses Gefühl.
Was für ein Glück!

Undenkbar…

Wir schreiben das Jahr 2013.
Der Novemberabend ist grau und regnerisch.
Ich habe mich nach der Arbeit auf meine Couch gekuschelt und surfe im Internet.
Seit ich W-lan habe, mache ich den Fernseher viel seltener an…

Die Handwerker haben das Haus spektakulär dreckig hinterlassen.
Gleich muss noch der Staubsauger bewegt werden, aber vorher ist mir nach Ausruhen.
Was müssen meine müden Porschefahrerinnen-Augen da sehen?

Der Porsche Club Rhein-Main weist unter „Mitgliederwerbung 2014″ darauf hin:
“ Für Familienanghörige (Lebensgefährtin Ehefrau etc.) haben wir einen Familienbonus eingeführt.“
Na super, für diese ewiggestrigen Herren sind Porschefahrer per se männlich und Familienangehörige dann die Damen.

Derselbe Macho-Mist im Christophorus.
Nur Werbung für Männeruhren und Männerklamotten.
Das ist LANG-WEI-LIG!!!
Ja, jajajaja, ich weiß schon, wir sind in der Unterzahl, nur 10% der 11er werden von Frauen gefahren, wird mein Porsche-Bruder jetzt sagen.

Aber soll das denn ewig so bleiben?
Wann fällt endlich bei denen der Groschen?

Es gibt uns Frauen,
wir haben Geld und mögen Sportwagen,
und zwar nicht nur auf dem Beifahrersitz.
Jetzt denkt endlich mal das Undenkbare,
denkt: Elferfahrerin! 😉

Porsche Uedesheim 042_final

CDU bringt Porschefahrerin in Gefahr

Am Dienstagabend fahre ich Richtung Eifel.
Die nächsten Tage werde ich dort arbeiten.
Noch bin ich in der Ebene, da geschieht es.

„LALALALA“ schallt es schlecht gemacht falsch gesungen aus meinem Radio.
Dann berät mich die CDU in ihrem Wahlwerbespot: „Setzen sie ihre Stimme richtig ein.“ und fordert mich auf, mit beiden Stimmen CDU zu wählen.
Oh mein Gott!!!
Wie dümmlich. Wie primitiv.

Welchen Schulabschluss haben eigentlich diese Hirnamputierten in den Werbeagenturen?
Nehmen die alle Drogen?
Und wieso ist die CDU so bescheuert, für einen solchen Stuss Geld auszugeben, ihn im Radio zu senden und dann auch noch zu hoffen, das würde Stimmen bringen?!

In mir kämpfen zwei Impulse.
Einerseits würde ich gerne laut schreien und meinen Kopf gegen das Lenkrad schlagen.
Auf der anderen Seite möchte ich Vollgas geben und die nächste Grenze ins Ausland (in diesem Falle vermutlich Belgien…) ansteuern.

Ein Land, in dem die Parteien die Bürger für derartig bescheuert halten, ist nicht mehr mein Land.
Das mit den Dichtern und Denkern hat sich ja seit den Zeiten der Nazis ohnehin erledigt.
Aber das ist einfach zu viel für meine Nerven!

Seid um Gottes Willen vorsichtig, wenn Ihr beim Autofahren Radio hört.
Was einem da im Moment zugemutet wird, ist gesundheitsgefährdend.
Wer dabei noch ruhig und gelassen sein Fahrzeug steuern kann,
muss ziemlich hirnamtputiert sein, und auch das ist im Verkehr gefährlich…

Spätsommer-Deal

Der Himmel ist strahlend blau.
Die Sonne scheint und man sollte einen solchen Tag eigentlich auf irgendeiner schönen Route autofahrend verbringen.
Aber es ist Mittwoch und mein letzter Termin heute geht bis 19.30 Uhr.

Mir kommt eine Idee.
Wenn ich endlich die Zedernnadeln wegfege, die eine riesige Fläche vor meinem Haus bedecken, eine Aufgabe, die ich schon seit einigen Tagen vor mir her schiebe, darf ich ausnahmsweise heute mit dem Porsche zur Arbeit fahren.

Die Fegerei ist eine ausgesprochen blöde Angelegenheit.
Weder „Schwitzen ist gesund!“ noch „Trainiert den Arm!“ trösten einen so richtig über die schweißtreibende Arbeit hinweg.
Wenn der Lohn allerdings eine Fahrt im schönsten 11er der Welt ist, fegt es sich beschwingt.

Selbstmanagement a la Porschefahrerin. 😉

So fahre ich dann bester Laune im Porsche zum Kunden.
Er ist so lauffreudig, dass ich bedauere, als die Autobahnfahrt ein Ende nimmt.
Vor  meinem letzten Termin werden allerdings die Autos wieder gewechselt.
Ich werde in einem nicht so tollen Viertel parken müssen, das ist nix für den Prinzen (oder für seine Porsche-paranoide Besitzerin…).

Dafür haben der Dr. und ich gerade eine Feierabend-Tour verabredet.
Wenn dann endlich Feierabend ist, drehen wir noch ein Ründchen.
Wie schrieb er neulich?
„Ein Boxster macht eben alles besser.“

Wenn wir aus „Boxster“ „Porsche“ machen können, unterschreibe ich das sofort!

Porschefahrerin

Gibt man im Suchportal Yahoo „Porschefahrerin“ als Suchbegriff ein, erscheinen in dieser Reihenfolge die Suchergebnisse:

1. „Porschefahrerin rammt Gemüsestand“
2. „Porschefahrerin stößt bei Wendemanöver mit Zug zusammen“
3.“75 jährige Porschefahrerin kracht in Treppe vor C&A“

Es kostet mich beachtliche Selbstkontrolle, um den Schaum vor meinem Mund nicht auf die Tastatur tropfen zu lassen.

Neuer Suchbegriff!!

„Frau und Porsche“.

Dieser Suchbegriff fördert weitere verzichtbare Dinge zu tage.
Männer, die in Foren diskutieren, ob Mann mit Porsche bessere Chancen bei Frauen hat, Frauen, die in Stringtanga und BH auf Highheels vor, neben, hinter einem Porsche stehen, Herrenwitze.

Würde ich trinken, jetzt bräuchte ich einen Schnaps.

Den Rest gibt mir dann ein Artikel, der von der „Welt“ und zig anderen Zeitungen gekauft wurde. „Immer mehr Frauen fahren Porsche“ Als Grund wird angeführt, dass es jetzt zunehmend Porsches gibt, bei denen das Treten des Kupplungspedals kein starkes Bein mehr erfordert und die Fahrzeuge aufgrund der modernen Assistenzsysteme jetzt auch von Frauen beherrschbar sind.

Und das im Jahr 2013!!!

Werte Leserschaft ich nehme an dieser Stelle Abschied. Vermutlich lässt man mich im Gefängnis nicht weiter bloggen. Sie werden aber noch von mir lesen:

1. „Porschefahrerin rammt Chauvi-Journalisten in Mittelklassewagen“
2. „Porschefahrerin bindet Macho-Fotografen mit Stringtanga hinter ihren Elfer, schleift ihn  vor Schuhgeschäft und prügelt Pfennigabsatz zwischen seine Augen.“
3. „Porschefahrerin mit schwacher Beinmuskulatur und abgeschalteten Assistenzsystemen rast auf Amokfahrt in Menschengruppe vor Presseagentur.“

A girl´s gotta do what a girl´s gotta do.