Urlaubsgrüße

Der Dr. und ich sind heute sehr früh in London gelandet.

Erste Shoppingerfolge können wir auch schon vermelden:

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Gleich müssen wir noch an der Themse zu Big Ben bummeln und Prince Harry muss ich auch noch treffen…

uff! 3 Stunden später, die Füße schmerzen…image

 

Keine Prinzenkontakte, aber ein schöner Londonabend.

 

 

 

 

Drei Jahre Porsche

Es steht in meinem Kalender,
der Dr. kennt das Datum auswendig und Marius, der Freund, der mich bei Kaufentscheidung und Abholung begleitet hat, hat heute das Foto von damals an meine Pinwand gepostet.

Am 13.4. 2013 habe ich meinen Porsche bekommen.
Mein erste Fahrt ging stilecht gleich zum Brünnchen, VLN gucken, glaube ich.
Der Dr., damals ein recht neuer Bekannter, musste ihn auch bewundern.

Auch wenn ich inzwischen mopsbedingt öfter gezwungen bin, den Kombi zu nehmen,
liebe ich meinen wunderschönen Carrera noch immer wie am ersten Tag.
Zum Glück bin ich nicht mehr ganz so aufgeregt…
Mögen wir noch viele glücklicher gemeinsame Jahre haben!

 

K*tzbrocken auf Rädern

Liebe blonde Frau im Audi mit dem Kennzeichen: RV-AA-260!
War Ihr Wochenende so schlimm?
Am frühen Montag mussten Sie mich mehrfach ausbremsen und beim Spurwechsel nötigen.

Sie mussten fast den gesamten Inhalt Ihrer Scheibenwischanlage auf mich verteilen, leider auch auf den zwischen uns fahrenden Motorradfahrer, aber das haben Sie in Ihrer Wut in Kauf genommen.
Mein Vergehen war schlicht zur selben Zeit auf der Straße zu sein, wie Sie.

Bitte begeben Sie sich in psychologische Behandlung.
Bei der Bewältigung Ihrer Probleme und Aggressionen ist professionelle Hilfe angeraten, bevor Sie wieder ein Fahrzeug bewegen.

Diese Worte möchte ich auch an Thomas, den LKW-A*rsch richten.
Als der Elfer und ich am Donnerstag von der Dienstreise kamen, hat er sich große Mühe gegeben, unter Dauereinsatz seiner Ozean-Dampferhupe die recht Spur neben mir so dicht zu machen, dass ich die Ausfahrt beinahe verpasst hätte.

Seinen Namen hatte er auf einem Fake-Nummernschild in seinem Fahrerhäuschen.
Nur dem netten Herren im Johanniter-Kombi, der mich dann hineinließ, hatte ich es zu verdanken, dass ich doch noch auf die A46 kam.
Was soll sowas?

Frau muss vermutlich froh sein, solchen Menschen nur kurz auf der Straße zu begegnen, und sie nicht als Kollegen, Vorgesetzte, Nachbarn oder Schwiegereltern zu haben.
Aber ich habe auf solche unmotivierten Aggressionsausbrüche beim besten Willen keine Lust mehr.

Sie sind so gefährlich wie überflüssig.
Wir bewegen uns hier auf den stauträchtigsten Strecken der Republik.
Überall Baustellen.
Wenn es dann mal fließt, sollte man einfach friedlich vor sich hinfahren und keinem anderen das Leben schwer machen.

Wenn man dazu nicht in der Lage ist:
Autoschlüssel so lange weglegen, bis die Psychotherapie anfängt zu wirken!!

Der Dr und der Elfer und viele Autogespräche

Nicht nur der Dr. hatte heute einen runden Geburtstag.
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Der Elfer irgendwie auch.
100.000 Km.

Genau als ich am Restaurant anhielt, wo der Dr. und ich essen gehen wollten.
Schon ganz schön viel, ich fühle mich etwas beklommen…

Der Elfer war heute überall Anlass für nette Gespräche.
Bei dem jungen Kunden, den ich mitnahm, der noch nie im Porsche mitgefahren ist, bei einer Dame vor dem DM, mit der ich auf dem Parkplatz über Autos ins Gespräch kam, und bei dem jungen Inhaber des veganen Mexikaners, der es lustig fand, als ich das Auto vorne aufklappte.

Happy Birthday Dr. und happy 100.000 meine schwarze Schönheit!

 

 

Junge Frau und alter Sack

Heute war ich zum Reifenwechsel in der Werkstatt.
Ich liebe diesen Geruch!
So wie die Luft am Flughafen.
Es gibt Orte mit Glücksgerüchen…

Der nette Junge in der Werkstatt nannte mich „junge Frau“ als er mir den Autoschlüssel zurück gab, ich musste schallend lachen.
Der Dr. ist ab morgen hingegen offiziell alter Sack.
Er wird 40.

Vierzig wird man nicht gerne, ich weiß noch, wie doof ich das damals fand.
Er ist auch nicht sonderlich erbaut über die Null.
Aber hey, er hat ne junge Frau an seiner Seite, was will man mehr?

Mein Ostern als Familienvater

Früher habe ich sie oft bemerkt, diese sauertöpfischen Blicke aus den Familienkutschen, wenn ich mit dem Porsche unterwegs war.
Jetzt weiß ich, wie sich diese Männer gefühlt haben müssen.
Ostersamstag war ich so verbittert, wie man es als Familienvater, der im uncoolen Auto seine Sippe heimfährt nur sein kann.

Wir waren auf der Rückfahrt aus der Eifel.
Die ganze C-Klasse voller Möpse.
Nein, kein Mercedesporno, Hunde.

Es fing mit dem Porsche an, der uns entgegen kam.
Da kam mir der Gedanke, dass ich jetzt auch lieber mit dem Porsche in, statt mit dem Kombi aus der Eifel fahren würde.
Und es wurde immer schlimmer.

Ein Lambo überholte.
Und war so schnell weg, dass ich gar nicht in Ruhe gucken konnte.
Als wäre das nicht schlimm genug gewesen, kam auch noch ein SLS-Cab.
Eingehüllt in seinen Sound zockelte ich mit Neid-Schnappatmung weiter die A1 hoch.

Ich klagte und jammerte, der Dr. hatte irgendwie kein Mitleid.
Und dann auch noch Lambo Nummer 2!
Sicher waren die alle bei dem guten Wetter am Ring gewesen und hatten Spaß gehabt.
Mit ihren geilen Autos, während ich gerade einen Mops badete, der sich in einem Fuchshaufen gewälzt hatte.

Noch 12 Stunden nach dieser Heimfahrt hatte ich schlechte Laune.
So müssen sie sich also fühlen, die Väter, denen es immer so geht.
Ich hab ihn ja wenigstens, den Porsche und bin auch gar nicht wirklich Papi.
Jungs, Ihr tut mir richtig leid!

Too close to Home

Donnerstagabend war ich kaputt von der Dienstreise zurück gekommen.
Die Verkehrssituation in und um Köln spottete jeder Beschreibung und ich war mittendrin.
Mit den Kunden hatte ich unter anderem das Thema erörtert, wie man Suizidgefahr bei psychisch erkrankten Menschen angemessen besprechen könne.

Freitag war strahlendes Wetter in der Eifel und die Einstellfahrten liefen, ich saß leider noch zuhause, der Samstag aber stand als Tag am Ring bei mir im Kalender.
Da der Dr. Sonntagmorgen zum Dienst musste und am Samstag das Wetter ungemütlich war, sind wir nicht in die Eifel gefahren, was sich noch als Glücksfall herausstellen sollte.

Samstagabend sah ich, dass meine Lieblingstante angerufen hatte, was mich mit leichter Sorge erfüllte.
Da es zu spät war, beschloss ich Sonntagvormittag zurück zu rufen.
Der Dr. fuhr Sonntagfrüh zum Dienst und mein Plan war ein ruhiger Tag mit Hausarbeit.

Als ich meine Tante zurück rief, erfuhr ich, dass meine Intuition mich nicht getäuscht hatte.
Meine Cousine, so alt wie ich, und leider schon lange mit schweren psychischen Problemen kämpfend, liegt schwer verletzt im Krankenhaus, nachdem sie sich vom Balkon gestürzt hat.

Meine Tante selbst ist psychisch auch angeschlagen und lebt alleine im Nachbarland.
Der Gedanke, dass sie in dieser Zeit niemanden um sich hat, insbesondere, da sie weder mobil, noch aufgrund der eigenen Verfassung in der Lage ist, eine solche Krise zu meistern, war mir unerträglich.

Weinend und zittrig habe ich die Ausweise der Hunde zusammengerafft, die Truppe ins glücklicherweise vollgetankte Auto verfrachtet und bin überstürzt losgefahren.
Stunden später, auf der Rückfahrt, habe ich schnell noch vor der Grenze nach Deutschland an der Tankstelle ein Baguette gekauft, ich hatte seit 9 Stunden nicht mehr gegessen und getrunken, aber es war gut, dass ich bei meiner Tante war.

Als die Möpse versorgt waren, war ich völlig erschöpft und auch heute Morgen steckt mir der Schock noch in den Knochen.
In ein paar Stunden wird der Dr. aus dem Dienst kommen, ab Mittags bin ich dann den ganzen Nachmittag in Sitzungen.
Die Themen werden mich hoffentlich weniger direkt betreffen.

Post von Jim Knopf

Samstagmorgen.
Die Sonne scheint, die Pollen fliegen.
Im Auto bin ich, dem Pollenfilter sei dank, allergiearm untergebracht.
Früh am Tag ist die Stadt noch angenehm leer.

Schnell alles besorgen und vor dem Ansturm der Massen wieder raus!
Auf dem Weg aus der Stadt wartet noch Post von Jim Knopf auf mich.
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Ich habe Porsche-Buttons, einen Porsche-Magneten und diesen Carrera-Anstecker von ihm bekommen.
Aus meiner bescheidenen 08/15 Jacke wird eine standesgemäße Elferfahrerinnen-Bekleidung.

Jims Porsche hat nicht nur mehr Knöpfe als meiner, Jim treibt sich auch auf interessanteren Veranstaltungen herum als ich.
Jim Knopf ist natürlich nur mein Kosename für ihn.
Der echte Jim Knopf fährt ja Eisenbahn und nicht Motorrad und Sportwagen…

Außerdem ist Jim eine nie enden wollende Quelle von einfallsreichen Internetadressen.
Aufmerksame Leser werden darüber schon geschmunzelt haben.
Ob ich Jims schmutzige Phantasie auch die Leser zu verdanken habe, die durch folgende Suchbegriffe bei mir gelandet sind und sicher sehr enttäuscht wurden

„Kostenlose Seniorenpornos“.
„Extrem gebogener Penis“ und
„Weinen Porno“?
Bäh, ich will das nicht!

Jim Knopf hingegen weiß genau, was Frauen wünschen.

 

 

 

 

Wo kommt der Sprit rein?

Wir werden immer blöder.
Zumindest scheint das die Automobilindustrie zu glauben.
Der Dr. hat Nachtdienst und ich sitze alleine am Abendbrottisch.
Vor einigen Tagen war das ADAC-Blatt gekommen.

Ich beziehe das schon seit Jahren nicht mehr.
Irgendwann hatte ich es  abbestellt, nachdem der Arsch (so heißt mein Exmann) und ich immer zwei Exemplare bekommen hatten.
Als ökologisch erzogenes Kind der 80er wollte ich solch eine Ressourcenverschwendung natürlich vermeiden.

Jetzt kriegt der Dr. das Blatt,  irgendwie lese ich es fast nie.
Heute blätterte ich kauend und musste feststellen, dass der Mist, der in Autos verbaut wird, immer schlimmer wird.
Nachdem neuere Modelle dauernd ausgehen (wenn das nicht irgendwann mal als ebenso großer Ökoschwindel auffliegt, wie die manipulierten Abgaswerte…) und laufend absurde Gefahrenmeldungen anzeigen, jetzt dies.

Angeblich weisen bei immer mehr Fahrzeugen die Displays mit einem Pfeil  auf die Seite hin, auf welcher der Treibstoff eingefüllt werden muss!
Völlig fassungslos überlege ich, welcher Ingenieurs-Idiot sich das wieder ausgedacht hat.

Wahrscheinlich der Zwillingsbruder von dem Vollpfosten, der die kaum abzunehmende Ascheschublade meines Designaward-Ofens entworfen hat.
Oder der Onkel von dem Heini, der das spülrandlose WC erfunden hat, das dank der neuen Konstruktion jetzt viel besser Tröpfchen beim Abziehen durchs Bad schleudern kann als seine Vorgänger, deshalb muss man natürlich die selbstschließenden Klodeckel haben, sonst Fäkalfontäne…

Und weil wir Käufer leider schon so oft erfolgreich mit überflüssigen Neuentwicklungen veräppelt wurden, hält uns die Industrie für unglaublich dämlich.
Was denken die, wo wir den Sprit reinfüllen, wenn man uns keinen Tipp per Pfeil im Display gibt?

In den Kofferraum?
Und uns dann wundern, dass so viel in den Tank geht?
Wer zu doof ist, zu wissen, wo die Öffnung für den Sprit ist, hat im Verkehr nichts zu suchen.

Der ist eine Gefahr für die Menschheit und gehört weggesperrt, damit er seine Dämlichkeitsgene nicht weitergeben kann.
Ich will so ein Auto nicht.
Ich will solche Erfindungen nicht.
Ich will nicht glauben, dass wir so dämlich sind, sowas zu brauchen.

Alte Säcke

Meine Mutter hat früher immer gesagt, dass man entweder die Reaktionszeit für einen Sportwagen hat, aber noch nicht das Geld, oder man hat es endlich und ist dann eigentlich zu alt, ihn zu fahren.
Das war ihre Version vom Volksglauben, dass Sportwagen meist von (zu) alten Männern gefahren werden.

Der Porschebruder und ich wurden nur einen Woche nacheinander geboren, da überrascht es nicht, dass wir neulich in derselben Woche zu Kreuze kriechen, und uns eine Lesebrille anschaffen mussten.
Wir sind jetzt offiziell uncool und alt genug für unsere Porsches.

Schlimmer geht es aber immer.
Da stand ich heute Morgen frierend, da nicht warm genug angezogen, mit Mops an der Leine, als der wirklich schlimme alte Sack mit Donnergrollen um die Ecke gebogen kam.
Ich weiß nicht, wie man diese Autos nennt.

Es sah aus wie ein Pick up mit überdachter Ladefläche auf extrem hohen Rädern.
Es klang wie eine sehr laute, sehr fette Harley gekreuzt mit einem muscle-car.
Ich glaube mein Mund stand offen, weil das Ding eine derartig absurde Erscheinung am frühen Morgen auf der gut ausgebauten Wohnstraße war.

Wie ein Panzer bewegte sich der Klotz auf den Parkstreifen und passte mit Mühe in die Lücke.
Während der Mops schnüffelte, beobachtete ich missbilligend den Fahrer.
Die Haut bereits erschlafft, hatte er sich für Camouflage-Hosen entschieden.
Außer im Krieg immer eine schlechte Idee.

Selbst sein 17 jähriger Sohn wäre in den Klamotten nicht gut angezogen gewesen.
Dann das verlebt-schlaffe Gesicht und diese furchtbare Klein-Penis-Karre…
Was ist da nur alles schief gelaufen?
Bro, sehen wir auch so peinlich aus, wenn wir aus unseren Porsches steigen?!

Karma-Police, arrest this man!