Samba Pa Ti

Gestern war Porschewetter.
Es war mild und trocken und auf der Party fragte der Gastgeber „Bist Du mit dem Porsche hier?“
Am Ende des Abends brachten mich die Jungs gemeinsam zum Auto.

Auf dem Rückweg lief im Radio Santana.
Ein Stück aus dem Jahr 1970, dem Jahr in dem ich im Februar gezeugt wurde.
Es lief wohl öfter bei meinem Vater im Auto, denn es erinnerte mich an seinen Porsche.
Mein Vater weiß nicht, dass ich inzwischen selber einen Porsche fahre.

In Sachen Vaterschaft war er leider ein ganz schöner Versager.
Sein Bundesverdienstkreuz hat er für andere Leistungen bekommen.
Mir persönlich wäre es anders herum lieber gewesen, aber an der Entscheidung war ich nicht beteiligt.

Als er so alt war wie ich jetzt bin, war er schon weg.
Das hat mich gelehrt, die wichtigen Dinge selber an den Start zu bringen.
Darauf, dass Männer bleiben, kann Frau sich nicht verlassen.
Im Gegensatz zu den ganzen Männern hat sich Herr Santana auch nach 45 Jahren noch als porschetauglich erwiesen.

Aber noch bin ich 44, wenn auch nicht mehr sonderlich lange, der Geburtagsbrief vom PZ lag heute schon im Kasten.

Das Autobett

Polizeibeamtin oder Krankenschwester händeringend von ihm (41/180/85/ÖD) zum Glücklichsein gesucht. Bitte melde Dich! BmB.

Du lieber Himmel!!!
Was ist mit den Männern los?!
Steht der Kerl auf Frauen in Uniform, sowas wie die Village People in weiblich??
Und dann auch noch „händeringend“?

Ich sollte aufhören, Kontaktanzeigen zu lesen, das regt mich immer nur auf.
Ich fürchte dann den Untergang des Abendlandes.
Obwohl, Ina Deter wusste es schon in den 80ern…
Wenden wir uns erfreulicheren Themen zu!

Dem Autobett.
Ute und Markus haben mich diese Woche auf meiner Dienstreise besucht.
Auf einem Spaziergang hatte ich es in einem Kinderzimmer in der Nähe des Tagungshauses gesehen.

Davon habe ich den beiden beim Abendessen vorgeschwärmt und Ute hat es dann im Internet ausfindig gemacht.
Autobett
Wenn es schon auf dem Männer-Markt nur noch fleischgewordene Skodas gibt, dann will ich wenigstens im Autobett schlafen!

Der goldene Reiter

Der letzte VLN-Lauf stand ins Haus und ich wollte mich verabschieden.
Ich hatte mich schon auf schöne Renn-Fotos in herbstlicher Eifel gefreut.
Buntes Laub vor Lufteinlässen…
Dieser Post handelt davon, warum es dazu nicht kam.

Der Dr. war schon früh zum Dienst aufgebrochen.
Gegen zehn kam mein Freund Manuel, um die Hunde zu übernehmen.
Meine Haare waren noch feucht vom Duschen, aber ich fand mich schick im engen Ringel-Shirt und griff noch schnell den Fleece-Pulli und die Sonnenbrille.

Bis viertel nach drei war ich nun eine freie Frau, dann würde Manuel weg müssen.
Ich wollte gerne die Einführungsrunde miterleben.
Um viertel vor zwölf hatte ich den Ring fast erreicht.
Keine Zeit mehr, um bis zum Brünnchen zu fahren.

Eigentlich hatte ich von dort zur hohen Acht wandern wollen, vorbei an all meinen Lieblingsstreckenabschnitten, um Abschied zu nehmen für dieses Jahr.
Ich entschied mich, in Quiddelbach zu parken.
Als ich ausstieg, hörte ich schon die Motoren und mir kamen Menschen entgegen und stiegen in ihre Autos.

Es war kalt und ungemültich, schnell zog ich alle greifbaren Jacken übereinander und packte die Sonnenbrille weg.
Verwundert brach ich auf, Richtung Schwedenkreuz.

Am Parkplatz fragte ich, wann denn das Rennen begonnen habe.
Ich erfuhr, dass der Start um Stunden nach hinten verlegt worden sein, wegen Nebels und dies erst das Training wäre.
Damit hatte sich für mich das Rennen erledigt, denn so lange würde ich nicht warten können.

Weil ich schon einmal da war, wollte ich wenigstens das Training eine Weile ansehen.
Ein freundlicher Ordner fragte, wo ich hinwolle.
„Zum Schwedenkreuz.“ erklärte ich verwundert.
Ich erfuhr, das dort schon das ganze Jahr kein Zuschauerplatz mehr sei.

Ich machte kehrt und ging Richtung Hocheichen.
Dort war der Fotoschacht gesperrt.
Schild
Ich vermute, nach dem tödlichen Unfall vom Adenauer Forst.
Es war noch neblig und nur ca. 10 Grad warm mit fiesem kalten Wind.

Ich hatte genug.
Eine Portion Nudeln wäre klasse gewesen, aber zu allem Unheil an diesem Nervtag war die Strecke von Quiddelbach nach Adenau gesperrt, keine warmen Nudeln für Anne.

Und keine VLN.
Man kann schöne Renntage nicht noch einmal wiedererleben… ging es mir philosophisch durch den Kopf, während ich betrübt das Auto wieder zu Manuel und den Hunden lenkte.

Ein kleiner Lichtblick war der Mann im  gelben Porsche-Cab.
Dem Wetter trotzdend fuhr er offen, eine witzige Flausch-Fellmütze mit Ohrenklappen auf dem Kopf.
Heiraten Sie mich, mein Herr, Sie scheinen eine coole Sau zu sein.

Eat my Feinstaub

Es hat auch Vorteile, kein daily driver zu sein.
Als ich heute Morgen den Zündschlüssel drehte, war ich hingerissen und musste auf der Autobahn laut Duette mit dem Radio singen, vor lauter Porscheglück.

Heute nach der Tagung dann schnell zu Real.
Gaaaaanz weit abseits parken, damit keiner einem die Tür in die Seite haut und dann in die Autoabteilung.
Dort wollte ich nur etwas für meine dreckige Scheibe holen, blieb aber bei den Aufklebern hängen.

Weder „Eat my Feinstaub“ noch „Brakes are for Pussies“ haben mich angesprochen, über das unsägliche rosa „Zickentaxi“ brauchen wir gar nicht zu sprechen!
Kommt mir alles nicht aufs sexy Heck!
Als ich aus dem Laden kam, stand er jungfräulich schwarz im gelben Herbstlaub.

Natürlich musste die verzückte Besitzerin gleich mal ein Handyfoto machen…
An dieser Stelle noch einen herzlichen Gruß an meinen Kunden, der mir heute Mittag erzählt hat, er wüsste nun welches Blog ich schreibe, würde es aber für sich behalten 😉

Ich heirate meinen Porsche!

Hier kommen sie, die Altweibersommer-Porschefotos.
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So schöne Farben, so ein schöner 997er.
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Was der Christophorus kann, kann ich schon lange: Porsche im Feld.
Rallyestrecke btw., war auch zeimlich dreckig…
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Mein Breitfrosch.
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Mit den Sexy Kurven macht er auch am Wasser eine gute Figur.
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Er hat sogar Apfel-Crono!
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Kein Wunder, dass ich beschlossen habe, ihn zu heiraten!

Nasenmann und Nagelmann auf vier Kontinenten

Samstagmorgen, noch vor sieben, am Tag der Deutschen Einheit.
Draußen ist es noch dunkel, ich war gerade mit den Hunden draußen, die nach dem Füttern noch eine Runde schlafen wollen.
Umzingelt von müdem Pelz liege ich mit dem Christophorus auf der Couch.

Dieses Mal, teilt mir das Begleitschreiben mit, möchte er ein Roadbook sein.
Acht  Porschemodelle auf vier Kontinenten.
„Teure Produktion, denke ich, das zahlt man alles mit, als Kunde.“
Die Artikel sind schwärmerische Mischungen aus Reise- und Fahrbericht.

Auf Seite 22 fällt mir der erste Mann auf.
Aus irgendwelchen Gründen hat man einen roten Elfer in ein Kornfeld gefahren.
Drin sitzt ein Mann.
Mit einer unglaublichen Hakennase, prominent im Profil.

Der Fahrer des Spyder auf Seite 66 hat die Fingernägel bis tief ins Nagelbett abgekaut.
Was wollen die Porschefotografen der geneigten Leserschaft damit sagen?
„Nasenmann, mit einem roten Porsche bist auch Du fotogen!“?
„Auch als neurotischer Nägelkauer wirst Du im Spyder zum King“?

Fotos sind nun mal visuelles Futter.
Warum glauben die männlichen Produzenten (und ich verwette meinen Garagenschlüssel, es waren Männer) vom Christophorus, dass an dieser Stelle Fotoshop nicht fällig gewesen wäre?

Frauen, die im Blatt mal gezeigt werden, sind zufällig sehr hübsche, langbeinige Tennisdamen…

Ich hoffe, ich beleidige jetzt nicht irgendwelche großnasigen, nägelkauenden Fahrerlegenden.
Oder vielleicht ein wichtiges Mitglied der Geschäftsleitung.
Keine Ahnung, wer die Männer auf den Fotos sind.

Aber meine Herren!
Wenn Sie eine Riesen-Nase haben, lassen Sie sich nicht im Profil fotografieren, auch nicht im Kornfeld, im roten Elfer.
Und das Nägelkauen ist ein Symptom für eine psychische Fehlentwicklung, raus aus dem Spyder, rein zum Psychologen.

So, genug der Literaturkritik, ich gehe jetzt meinen Samstag so organisieren, dass im Idealfall meine Durchschnittsnase und Normalwuchsnägel heute auch noch in den Porsche kommen.
Ein schönes Wochenende!

Lamborghini Murciélado Schwanzus Longus

Der Dr. und ich waren in Düsseldorf und hatten uns den Samstagvormittag über erfolgreich durch eine Liste von Erledigungen gearbeitet.
Es war ein sonniger Herbsttag und am Ende der Erledigungen stand ein Besuch bei Sattgrün im Hafen.

Rheinturm

Müde vom fleißigen Vormittag und dem leckeren Essen wankten wir dem Auto entgegen, das wir unter dem Rheinturm geparkt hatten.
Da kam er um die Ecke.
Ein knackig gelber Murciélago.

Das ist Spanisch und bedeutet: „Meine Hoden sind so groß, wie die eines Stiers.“
Der Fahrer gab sich Mühe, hörbar aus der Kurve heraus zu beschleunigen.
Ich: „Geil.“
Der Dr. kopfschüttelnd: „Pubertär.“

Mein Porsche ist im Vergleich dazu ein sehr unauffälliges Fahrzeug.
Sollte ich durch eine eigenartige Wendung des Schicksals zu Unmengen an Geld kommen, wäre ich aber sehr bereit, ordentlich Spaß mit einer ganzen Reihe an *******verlängerungen zu haben.

In einer vernünftigen Demokratie sind auch Frauen aufgefordert, automobile Potenzdemonstrationen durch die Straßen zu bewegen.
Her mit dem Schlüssel!

Schuhe oder Garage?

Der Dr. und ich gammeln vor der Glotze.
Man sieht das Ankleidezimmer einer Frau mit Schuhsammlung.
Ich jammere: „Da kannst Du mal sehen, wie bescheiden ich bin! Ich habe nicht annähernd so viele Schuhe!

Der Dr. zeigt sich wenig beeindruckt: „Du hast dafür zwei Garagen. Und in beiden stehen teure Autos.“

Ok, vielleicht bin ich doch nicht sooo bescheiden.
Wenn ich zwischen Auto und Schuhen wählen müsste, würde meine Wahl jedes Mal gleich ausfallen.
Leider sind Autos nicht ganz so billig wie Schuhe…

Petrolhead-County

Es gibt viele Gründe, die Eifel zu mögen.
Neben landschaftlicher Schönheit und Nürburgring sind die vielen Auto-Enthusiasten in diesem Landstrich einfach wunderbar.
Überall gibt es kleine, sehr feine Rallyes und Treffen.

Am letzten Wochenende das 24. internationale Oldtimer und Veteranentreffen in Hillesheim.
Da kann Frau neben dem Samstagseinkauf gleich noch zwei Stündchen Autospaß haben.
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Leider gehört mir nicht der Linke, sondern der Mopstransporter daneben…

Im kleinen Eifelstädchen feiern dort, wo früher Viehmarkt war, Oldtimerfreunde die Schönheit Ihrer Schätze.
Wunderbar unaufgeregt kommt man zusammen und widmet sich der gemeinsamen Leidenschaft.
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Die Eifelhäuser bilden eine stimmige Kulisse.
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In der Markthalle,  gibt es einen Teileflohmarkt mit vielen Schätzchen.
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An einem Stand mit Plaketten und anderem Schnick-Schnack hätte ich mein Lebensmitteleinkaufbudget auf den Kopf gehauen, wenn nicht der Verkäufer (Kein Eifler) so unglaublich unfreundlich gewesen wäre.

Besonders cool sind die „Sandkastenspiele“.
Da nutzten die wunderbaren Eifler eine Lavagrube, um angemessen mit ihren Spielzeugen Spaß haben zu können.
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Glücklich lachende Männer
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Zwischen Markt und dem großen Sandkasten fährt man (umsonst!) mit einem tollen alten Schweizer Postbus-Shuttle in respektablem Tempo durch die schöne Landschaft.
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Was für eine großartige Veranstaltung!
Ganz ohne Profitgier, aus Spaß an der Freund.
Ein Geschenk für alle Oldtimerfreunde.
Toll!
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Kein Wunder, dass die Menschen hier Benzin im Blut haben.
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Sie bekommen es quasi in die Wiege gelegt…

Ein Dank an die Hillesheimer Oldtimer-Freunde und alle, die zu dieser schönen Veranstaltung begetragen haben, es ist ein Glück, in so einer Gegend zu wohnen 🙂

Rimowa Porsche Amenity Kit

Bis vor einigen Tagen wusste ich nicht, was ein „Amenity Kit“ ist.
Das mag auch daran liegen, dass ich leider nur Holzklasse fliege, und nicht First.
Dort bekommen die Vielzahler kleine Täschchen mit Kosmetik für die fluggestresste Haut.

Nun habe ich auch eins.
Weil es ein Porschewappen drauf hat, habe ich es bei einer Auktion zugunsten von Möpsen in Not ersteigert.
Dose
Größenvergleich: Mops-Amenity Kit.

Es sieht aus, wie ein handgroßer Rimowakoffer und vorne hat es besagtes Wappen.
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Super Sache.
Als ich sah, dass es etwas porschiges gab, habe ich tüchtig gesteigert und nun war es in der Post.
Netterweise von der Absenderin mit einer Dose Hundefutter befüllt.
Ich könnte also einzelne Dosen Futter schick verpackt im Porsche herum fahren.

Hoffentlich fällt mir noch eine Alternativ-Verwendung ein.
Seinen guten Zweck allerdings hat das Kit bereits erfüllt!