Das falsche Auto

Ich bin auf Dienstreise in der Eifel.
Der Kofferraum der C-Klasse war bis oben hin gefüllt.
Salat-, Kürbis-, Zucchinipflänzchen und Saatkartoffeln für den Eifelgarten.
Dazu mein Dienstreisekram.

Keine Chance, nicht den Kombi zu nehmen.
Schade, ich hätte Lust auf den Porsche gehabt.
Momentan blüht hier der Ginster, mein Nick-Namensgeber.
Die Straßen sind leer, die Natur überrascht mich auch noch nach so vielen Eifeljahren immer wieder mit ihrer Schönheit, und ich würde gerne einfach fahren.

Aber das Geschäft muss laufen und stattdessen lenke ich das Vernunftsauto auf den Hotelparkplatz.
Einer meiner Kunden ist bereits da.
„Guten Morgen! Das ist aber das falsche Auto!“ begrüßt er mich fröhlich.

Er selbst ist auch Autoliebhaber und lässt gerade seinen japanischen Sportwagen tunen.
Ich bin verblüfft, wie wenig egal meine schwarze Schönheit meinen Kunden ist.
Am Montag sagte noch die Geschäftsführerin, bei der ich um einen sicheren Parkplatz gebeten hatte, am Telefon: „Wir haben sie wegfahren sehen. Das ist aber wirklich ein toller Wagen.“

Stimmt. :-)))

 

Blondine oder Hund?

Der Dr. stellt sich mit seinem Boxster ja nicht so an.
Er prügelt ihn fröhlich durch alle Alltagssituationen.
Also gab es auch kein Zögern, den Hund (allerdings in der Transportbox) auf den Beifahrersitz zu schnallen.

Hund geht.
Blondine auch.
Aber nicht beides.
Ist eben ein echter Junggesellen-Porsche, so ein Boxster.

Und dabei waren die gemeinsamen Boxstertouren immer so schön.
(aus mir unbekannten, paranoia-bedingten Gründen, fahre ich den Elfer lieber alleine. Ich mag Beifahrer einfach nicht, die womöglich irgendetwas anfassen, oder dreckig machen, oder ihren Kopf anlehnen…)

Wenn wir dem Dr. auf die Nerven fallen, sagt er Terrorblondine oder Terrormops zu uns.
Und wahrscheinlich haben die Konstrukteure in Zuffenhausen recht.
Ein Porsche soll Männer glücklich machen, da ist zuviel Terror kontraindiziert.
Aber so ganz ohne romantische Feierabendtouren fehlt mir etwas.

Was Frau nicht alles tut…

Der Porsche MUSSTE sicher parken.
Also Mail an den Kunden:
„Lieber Herr…
ich komme morgen mit einem Auto, das ich ungern auf der Straße parken würde. Kann ich es bei Ihnen hinter dem Gebäude parken?“

Komme mir leicht bescheuert vor.
Insbesondere, da der Kunde eine soziale Organisation ist, wo niemand Sportwagen fährt.
Antwort des Kunden: „Kein Problem, fahren Sie einfach auf den Hof. Ich frage mich, ob ich den falschen Job habe. Das Auto will ich sehen. :-)“

Eigentlich handhabe ich sowas lieber dezenter…
Später zurück im Tagungshaus scherzt ein Teilnehmer meiner Veranstaltung, er hätte jetzt gerne den Schlüssel für den Porsche zurück und hält froher Erwarung die Hand auf.
Natürlich bleibt der Schlüssel, zusammen mit seinem Ersatz, wie immer in meiner Tasche.

Und immer, immer beim Parken die Sorge vor Tür-Macken.
Aber die Fahrten mit der schwarzen Schönheit entschädigen für all die Sorgen.
Und wenn ich ihn dann  so stehen sehe.
Es ist einfach ein Anblick, an dem ich mich nicht satt sehen kann.
Da schreibt Frau schon einmal peinliche Mails an Kunden…

Huch!

Der Elfer und ich sind auf Dienstreise.
Er sieht aus wie Sau.
Blütenstaub, Insekten, ein Bild des Jammers.
Und zeitlich absolut keine Chance, ihm in nächster Zeit eine Handwäsche zu verpassen.

Zu meiner eigenen Überraschung habe ich mich dabei ertappt, dass ich mit dem Gedanken an einen Waschstraßenbesuch liebäugelte.
Geht das überhaupt, mit den breiten Reifen?
Und der Lack??

Vorerst bleibt er dreckig.
Die wahre Gefahr lauert morgen.
Ich habe abends noch einen beruflichen Termin bei einem Kunden in einer echt fiesen Gegend.

Als ich die Autowahl für die Dienstreise traf, hatte ich nur gedacht, „Super endlich eine Chance den Porsche zu nehmen!“.
Die Freude darüber muss mein Hirn vernebelt haben, an diesen Termin hatte ich nicht mehr gedacht.

AAAAAAANGST!
Porsche-Paranoia de luxe.
Drückt dem schwarzen Prinzen und mir die Daumen!!!

Bremsweg

Normalerweise laufe ich hochtourig.
Es gibt, mit Job und zwei großen Gärten, immer so viel zu tun, dass es anders nicht zu bewältigen ist.
Die to-do-Liste diktiert die Taktzahl.

In letzter Zeit stehe ich viel rum, und warte, dass der Welpe sein Geschäft erledigt.
Das ist gar nicht schlecht.
Um mich auszubremsen muss schon eine große Liebe auf die Bühne meines Lebens treten.
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Aber er bremst eben nicht nur.
Er ist schneller als jeder Elfer.
Zweimal habe ich ihn schon aus dem Teich gefischt, in den er gefallen war.
Hinrennen, rausfischen, warm abduschen, trocknen, sich selber trocken anziehen…
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Der Dr. spricht von den glücklichen Zeiten vor dem Mops.
Dabei hat er es gut.
Während ich hundebedingt nur noch C-Klasse fahre, hat er heute den Mops samt Transportkorb in den Boxster bugsiert.

Beim Tierarzt traf ich eine Frau mit 964er.
Die schaffte sogar zwei Hunde in ihrem Porsche, einer davon ein Riesenschnauzer.
Respekt!
Porschefahrerinnen, die zugleich Hundebesitzerinnen sind, kommen schnell ins Gespräch im Wartezimmer.

Übermorgen gehe ich auf Dienstreise.
Der  Welpe bleibt beim Dr. und ich brenne durch.
Endlich wieder mit dem Elfer auf die Bahn… 🙂

2 Kilo Porsche-Fan

Ich verbringe momentan UN-GLAUB-LICH viel Zeit im Garten.
Der Welpe ist noch nicht stubenrein und muss dauernd raus.
Heute hat er bewiesen, dass er Benzin im Blut hat.
Der winzige Kerl hat sich an die Tür zur Garage gestellt, und wollte da gerne rein.

Ganz die Mama…

Porsche, nicht Porno!!

Es darf nicht wahr sein.
Welchen Suchbegriff zeigt mein Programm mir an?
„Pornodreh in Eifel“ sucht jemand, und landet bei mir.
Was für komische Sachen suchen die Leute da eigentlich?

Wie muss man sich das vorstellen, Paar macht unanständige Sachen auf Waldweg? Im Steinbruch? Auf der Kuhweide? An der Nordschleife?
Lassen wir das.
Kommen wir zu seriöseren Themen!

Möpse.
Oder besser gesagt nur einer.
Und der ist noch ein Baby.
Mops

Er ist 10 Wochen alt, eine absolut hyperaktive kleine Herzensbrecher-Nervensäge.
Und wenn alles gut geht, wird er der neue Mann in meinem Leben! 🙂
In den Porsche darf er aber nicht…

 

Eine Frage der Ehre

Selbständige überlegen es sich gerne drei mal, bevor sie mit dem Porsche beim Kunden auf den Hof fahren.
Will man doch Neid und alle Gedanken Richtung „Wegen Reichtums geschlossen“ tunlichst vermeiden.

Vorgestern und heute war ich beim den Kunden aus „Der kleine Porsche„.
Gestern mit C-Klasse: empörte Frage: Wo ist denn der Porsche?!“
„Wir haben hier einen großen, videoüberwachten Parkplatz, jetzt sind wir aber enttäuscht…“
Ups.

Heute dann also mit dem Elfer hin.
Ehrensache.
Als ich nach Feierabend einstieg, standen Geschäftsführer und Prokuristin vor der Tür.
Noch ein paar lezte Worte werden gewechselt, dann drehe ich den Schlüssel im Zündschloss.

Satt röhrt der Prinz auf, und beide nicken synchron.
Körpersprache, die Bände spricht.
Ich grinse und lasse meinen rechten Fuß aufs Gas sinken.

Uphill battling

Ostern telefonierte ich mit meinem Grundschulfreund Erik.
Er meinte, dass man beim Lesen des Blogs erkennen könne, wie es mir geht.
Ist das gut? Interessiert das Menschen, die mich gar nicht kennen und hier wegen Autos sind?

Es gibt gute Nachrichten.
Dem jungen Motorradfahrer geht es besser. Er ist wieder ansprechbar und hat offenbar keine Hirnschäden durch den Unfall.
Ein großes Glück.

Was mich angeht, hadere ich gerade.
Ich dachte, die Zeiten seien vorbei, in denen der Porsche mein tröstender Glücksbär auf Rädern sein muss.
Soll aber offenbar doch so bleiben.

Der Frühling ist wunderschön, Blauregen und Azaleen erfüllen meinen Garten mit süßem Durft und die Abende sind warm.
Ich komme vom Kunden, ziehe mich um und schiebe düsterer Stimmung den Rasenmäher durch den Garten und gehe dann ins Bett.

Fuck it, morgen nehme ich den Porsche, dann macht wenigstens die Fahrt zur Arbeit Spaß.
Die nächste Woche hab ich frei.
Der Porsche und ich verbringen die Tage in der Eifel.
Der Rasen da ist auch schon wieder nen halben Meter hoch…

Hoffentlich retten wenigstens die geplanten Porschetouren meine ramponierte Lebensfreude.
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Classic Car Meeting am Ostersonntag

Die Veranstaltung ist eher klein.
Dennoch eine nette Gelegenheit zu einem Bummel.
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Während ich bummle, arbeiten andere Frauen.
Eine fleißige Nürburgring-Mitarbeiterin:
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Multitasking!
Ohnehin sollte man Kinder früh an den Motorsport heran führen.
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Hunde finden den ganzen Autokrempel allerdings laaaangweilig.
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Weil wenig los war gelangen stimmungsvolle Bilder ohne Menschen im Weg.
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Allerdings nicht immer…
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Am Start.
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Aus Freude am Fahren…
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Bruno, ist das eine Zenzi ohne Dach?
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Fröhliche Menschen, winktem aus diesem Sympathieträger. Hat man öfter auf Oldtimerveranstaltungen. Diese Autos scheinen glücklich zu machen.IMGP1143
Ruhe in der Box.
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Boxengassenschönheiten
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in knackigen Farben.
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Hammersound.
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Und ein Fahrer mit Sinn für saisonale Dekoration!