They´ll just get you into trouble…

„Good cars can get you from point A to point B. And great cars? Well, they’ll just get you into trouble.“
Ist es nicht oft so im Leben, dass die Dinge, die uns besonders berühren, uns auch besondere Scherereien bereiten?

Auch im Wort „Leidenschaft“ steckt das Leiden.
Ein gewisses Maß an süßer Qual mag ja sogar ganz reizvoll sein.
Luxus in jeder Form erfordert immer besonderen Aufwand.
Es wird einem halt doch nichts geschenkt.

Ist es das wert?
Sicher, wenn das Glücksgefühl die Pein aufwiegt.
Aber oft verrennt man sich auch, und bindet sich Dinge oder Menschen ans Bein, bei denen die Rechnung nicht aufgeht.

Oder haben wir zu viel Langeweile, und bringen uns deshalb fortwährend in Trouble, der uns dann beschäftigt hält?
Wenn all die Menschen, die regelmäßig ihre Samstage mit der rituellen Waschung ihrer Autos verbringen innehielten und den Lappen sinken ließen,
würden sie dann vielleicht dem Sinn des Lebens nicht näher kommen?

Jeder ruiniert sich, so gut er kann.
Great cars sind dafür sicher nicht der schlechteste Grund.

Viel Feind viel Ehr

Wildfremde Porschefahrer schreiben mir Unfreundlichkeiten.
Warum?
Vermutlich einfach, weil es geht.
Wer publiziert, exponiert sich und das scheint bei einigen Menschen denn Eindruck zu erwecken, man sei vogelfrei.

Es scheint ohnehin Zeitgeist zu sein, sich seiner Aggressionen an den unpassendsten Stellen zu entledigen.

Ein porschefahrender Freund wurde von einem C-Klasse-Fahrer neulich aufs Übelste genötigt, nachdem dem Mercedesfahrer ein versuchter Kavalierstart mißlungen war. Dafür konnte der arme Kerl in seinem Porsche neben ihm überhaupt nichts.

Aber zum Glück gibt es das Gegengewicht.
Die tollen Menschen, die irgendwann zu meinem großen Glück angefangen haben, mir zu schreiben.
Bei zweien hatte ich bisher das Glück, sie auch persönlich zu treffen.
Andere wohnen zu weit weg, aber es sind witzige, kluge, zum Teil seelenverwandte Schriftwechsel.

Und darauf richte ich mein Augenmerk.
Die Feindseligen mögen in ihre Porsches steigen und so lange fahren, bis sich wieder ein zufriedenes Glücksgefühl einstellt. Nach solchen Fahrten kommt man gar nicht auf die Idee, im Internet fremde Leute anzuätzen.
Ich selbst freue mich, in den kommenden Tagen auch wieder mehr Zeit zum Fahren zu haben.
Nicht, weil ich mich im Moment sonderlich feindselig fühlen würde, sondern weil es nie schadet, sich mit einer frischen Dosis Porscheglück zu versorgen.

Allen Lesern an dieser Stelle großartige, erfüllende Fahrten und möglichst friedliche Zeitgenossen, auf der Straße und im Rest des Lebens!