Was Frau nicht alles tut…

Der Porsche MUSSTE sicher parken.
Also Mail an den Kunden:
„Lieber Herr…
ich komme morgen mit einem Auto, das ich ungern auf der Straße parken würde. Kann ich es bei Ihnen hinter dem Gebäude parken?“

Komme mir leicht bescheuert vor.
Insbesondere, da der Kunde eine soziale Organisation ist, wo niemand Sportwagen fährt.
Antwort des Kunden: „Kein Problem, fahren Sie einfach auf den Hof. Ich frage mich, ob ich den falschen Job habe. Das Auto will ich sehen. :-)“

Eigentlich handhabe ich sowas lieber dezenter…
Später zurück im Tagungshaus scherzt ein Teilnehmer meiner Veranstaltung, er hätte jetzt gerne den Schlüssel für den Porsche zurück und hält froher Erwarung die Hand auf.
Natürlich bleibt der Schlüssel, zusammen mit seinem Ersatz, wie immer in meiner Tasche.

Und immer, immer beim Parken die Sorge vor Tür-Macken.
Aber die Fahrten mit der schwarzen Schönheit entschädigen für all die Sorgen.
Und wenn ich ihn dann  so stehen sehe.
Es ist einfach ein Anblick, an dem ich mich nicht satt sehen kann.
Da schreibt Frau schon einmal peinliche Mails an Kunden…

Huch!

Der Elfer und ich sind auf Dienstreise.
Er sieht aus wie Sau.
Blütenstaub, Insekten, ein Bild des Jammers.
Und zeitlich absolut keine Chance, ihm in nächster Zeit eine Handwäsche zu verpassen.

Zu meiner eigenen Überraschung habe ich mich dabei ertappt, dass ich mit dem Gedanken an einen Waschstraßenbesuch liebäugelte.
Geht das überhaupt, mit den breiten Reifen?
Und der Lack??

Vorerst bleibt er dreckig.
Die wahre Gefahr lauert morgen.
Ich habe abends noch einen beruflichen Termin bei einem Kunden in einer echt fiesen Gegend.

Als ich die Autowahl für die Dienstreise traf, hatte ich nur gedacht, „Super endlich eine Chance den Porsche zu nehmen!“.
Die Freude darüber muss mein Hirn vernebelt haben, an diesen Termin hatte ich nicht mehr gedacht.

AAAAAAANGST!
Porsche-Paranoia de luxe.
Drückt dem schwarzen Prinzen und mir die Daumen!!!

Bremsweg

Normalerweise laufe ich hochtourig.
Es gibt, mit Job und zwei großen Gärten, immer so viel zu tun, dass es anders nicht zu bewältigen ist.
Die to-do-Liste diktiert die Taktzahl.

In letzter Zeit stehe ich viel rum, und warte, dass der Welpe sein Geschäft erledigt.
Das ist gar nicht schlecht.
Um mich auszubremsen muss schon eine große Liebe auf die Bühne meines Lebens treten.
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Aber er bremst eben nicht nur.
Er ist schneller als jeder Elfer.
Zweimal habe ich ihn schon aus dem Teich gefischt, in den er gefallen war.
Hinrennen, rausfischen, warm abduschen, trocknen, sich selber trocken anziehen…
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Der Dr. spricht von den glücklichen Zeiten vor dem Mops.
Dabei hat er es gut.
Während ich hundebedingt nur noch C-Klasse fahre, hat er heute den Mops samt Transportkorb in den Boxster bugsiert.

Beim Tierarzt traf ich eine Frau mit 964er.
Die schaffte sogar zwei Hunde in ihrem Porsche, einer davon ein Riesenschnauzer.
Respekt!
Porschefahrerinnen, die zugleich Hundebesitzerinnen sind, kommen schnell ins Gespräch im Wartezimmer.

Übermorgen gehe ich auf Dienstreise.
Der  Welpe bleibt beim Dr. und ich brenne durch.
Endlich wieder mit dem Elfer auf die Bahn… 🙂