Porsche killt keine Kuh

Beim Kunden ist besetzt.
Um die Wartezeit neben dem Telefon zu überbrücken, hole ich den Christophorus aus seiner Plastikhülle, und beginne zu lesen.

Im Artikel „Edel, edler, exclusive“ heißt es auf Seite 10: „In einem 911 mit Volllederausstattung stecken vier bis fünf komplette Kuhhäute, jede jeweils ungefähr vier Quadratmeter groß. Übrigens allesamt von Schlachtvieh für die Fleischproduktion – keine Kuh stirbt für einen Ledersitz.“

Ui, das freut mich aber!
Natürlich wäre eine Welt ohne Schlachtvieh und dann mit anderen Sitzbezügen wünschenswert.
Die Porsches, in denen ich als Kind mitfuhr, hatten auch Textilbezüge, was Papas und meinen Fahrspaß aber nicht gemindert hat.

Warum schreiben die das wohl?
Kriegt Porsche dauernd Anfragen von veganen Porschefahrern?
Unter jungen Menschen ist Veganismus ja sehr beliebt, die sind dann aber eher im Alter für Studententickets und Straßenbahn…

Unter den älteren Jahrgängen, die vermutlich den Großteil der Porscheeigner ausmachen, scheint mir der vegane Lebensstil unterrepräsentiert.
Oder weiß das Porsche-Marketing, dass sowas sympathisch macht?

Ist das nur mir sympathisch, geht es nicht den meisten Fleischesser-Fahrern am Popometer vorbei, wieviele Kühe durch einen Porschekauf dem eigene Karma einen wirtschaftlichen Totalschaden verleihen?

Vegane Porschefahrer vor!
Unter allen, die sich per Kommentar zu erkennen geben, verlose ich ein 1A Tofupaket von Tofu-Town in der Eifel!