Cabrio-Saisonstart

Heute war es verblüffend warm in der Sonne.
Während ich das Vorgartenbeet aus dem Winterschlaf geweckt habe, kam mir schon der Gedanke, dass es warm genug sein müsste, um das Boxsterdach zu öffnen.
Der Dr. kam heraus und bestätigte, dass dem Saisonstart nichts im Wege stünde.

So kam es, dass wir gut eingepackt auf eine erste offene Tour gestartet sind.
Blauer Himmel, in der Sonne knapp 20 Grad, im Nacken -2 Grad…
aber wir haben uns nicht lumpen lassen und sind mit gefühlten 2000 Sonntagsausflüglern und dem Boxster auf die Rheinfähre gefahren, das gehört sich einfach für eine schöne Tour.

Wer Lust hat, mitzukommen, kann hier das Video anschauen.

Natürlich ist der Februar noch kein ernsthafter Cabrio-Monat, aber während ich diese Zeilen schreibe, verwandelt sich die Röte des ersten Sonnenbrandes des Jahres, mit dem ich aus Leichtsinn nicht gerechnet hatte, in einen ersten Hauch von Karamell auf meiner Nase.

Leiden im Boxster

Nichtsahnend habe ich heute den Doktor zu einer Tour aufgefordert. Die Letzte war schon wieder fast eine Woche her.

In meiner Cabriounerfahrenheit dachte ich, dass es klasse sein müsste, bei der Hitze offen zu fahren. Endlich mal nicht frösteln.

Wie krass allerdings die Sonne in einem offenen Auto sticht, hatte ich mir nicht vorstellen können.
Schattige Strecken oder flotte Fahrt mögen ja noch ganz schön sein. Aber ein Stau, auf einer Brücke…röchel.

Dr. Unerschütterlich, dem weder Kälte, noch Hitze etwas auszumachen scheinen, saß frohgemut am Steuer.
Ich jammernd daneben.

Aus dem Radio dudelte Zweiraumwohnung „36 Grad“ und meine Wangen färbten sich passend zu meinem rosa T-shirt.

Die Sonnencreme auf meinen Armen klebte, eigentlich klebte alles.
Jede Ampel ein Alptraum.

Wie wunderbar kühl doch mein Elfer mich empfing, als ich gestern in der Garage einstieg!
Lederduft, und die Möglichkeit die gewünschte Wohlfühltemperatur zu wählen…
klar, man riecht nicht den Duft der gemähten Fahrbahnränder und es weht auch kein warmer Wind.
Dafür fühlt Frau sich aber auch nicht wie langsam zu Tode gegrillt.

Der Doktor sprach tröstend auf mich ein, ich litt.
Nachdem ich aus dem Höllenmobil ausgestiegen war, dauerte es sicher eine Viertelstunde, bevor sich meine Körpertemperatur wieder aufs nordische Normalmaß eingependelt hatte.

Once again, no Boxster-Girl… ich bin nicht hart genug.