Porsche Sports Cup

Nach Tagen der Porscheabstinenz bin ich aus der Eifel an den Rhein gefahren, um mir das schwarze Baby zu holen.

Kurz stand zur Diskussion, zum Porsche Sports Cup mit einem Freund mitzufahren, aber meine Seele erklärt dies für undenkbar. Ich will endlich wieder selber fahren. Und zwar meinen eigenen Porsche.

Der Freund kommt also auf den Beifahrersitz, sein Porsche wandert den Tag über in meine Garage. Und ab auf die Bahn.

Hier findet offenbar ein Treffen der Audifahrer statt. Sie haben sich verabredet, um sehr langsam auf der linken Spur zwischen meinen beiden Wohnsitzen zu fahren.
Eine lustige Art, den Samstagmorgen zu verbringen…

Der Parkplatz am Ring ist verblüffend leer, so dass ich den Porsche in die vorderste Reihe stellen kann. Zuerst geht es ins Fahrerlager.

Ich bade in Porschemodellen, die meisten im Renntrimm. Wie im Rausch fotografiere ich verschiedene Details. Die Regentropfen auf dem Lack sehen wunderschön aus. Boxen und Boxengasse sind offen.

Die Temperaturen sind eher aprilartig als Wonnemonat, und auf der Tribüne zeigt die Hocheifel, dass sie aus Regenschauern und Wind auch im Mai gefühlte 2 Grad zaubern kann.
Den Umstand, dass meine Ausbeute an gelungenen Mitziehern so gering ausfällt, werde ich dem Wetter in die Schuhe schieben!

Aber die Stimmung ist allgemein gut und ich habe das Gefühl, als seien hier Enthusiasten unter sich.

Mit gut gefüllter Speicherkarte (und mal wieder geleertem Akku, zum nächsten Rennen geht es nur noch mit zwei Akkus…) geht es zurück. Den schönsten Teil der Strecke bis zu meinem Haus blockiert wieder ein Audi. Was ist bloß mit denen los?
Sein häßliches Heck kann ich mir in aller Ruhe ansehen, besonders vor Kurven bremst der Fahrer auf gefühlte 20 kmh ab. Ich bin sicher, auch ein fieser Q3 kann schneller…

Dafür macht die Rückfahrt über die Autobahn Spaß.
Fünf oder sechs mal spielen der Fahrer eins weißen Mazdas und ich abwechselnd „Überholen“. Immer wieder ziehen wir am anderen vorbei und gehen dann nach rechts rüber. Ich gönne ihm den prächtigen Anblick meines Hinterteils und blase ihm den Sound meines Motors um die Ohren.

Irgenwann sitzen sowohl im weißen, als auch im schwarzen Fahrzeug zwei lachende Personen, als ich auf gleiche Höhe mit ihm ziehe.

Nach einem solchen Tag fühlt man sich innerlich satt. Aber der nächste Porschehunger kommt bestimmt…

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2 Gedanken zu „Porsche Sports Cup

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