Hundstage

Ich stehe im letzten schwachen Licht des Tages in der Mitte meines Gartens.
Über mir flattern schwarz, gegen das blasse Blau des Himmels, zwei kleine  Fledermauskörper.
Die Hitze liegt wie eine dicke Sirupschicht in der Luft.

Tropische Nächte nennen die das im Wetterbericht.
Unerträglich.
Es fühlt sich an, als wäre kein Sauerstoff mehr da und Grillen zirpen wie in einem Film, der in irgendeinem heißen Land spielt.

Ich bin erschöpft und unglücklich.
Wenn ich jetzt ganz laut schreie ist es noch immer zu heiß, die bescheuerten Nachbarn würden die Polizei anrufen und keine meiner Sorgen wäre danach besser.

Ok, wenn einer der Polizisten jung und gut gebaut wäre…
Lassen wir das.
Was soll ich mit einem Polizistenjüngling,  auch das ist keine Lösung.
Alle Trostfloskeln der Freunde sind lange gesprochen, und es ist nicht bergauf gegangen.

Dann bin ich wohl untröstlich.
In solchen Momenten hilft nix, weder Porschebesitz noch Schreien im Garten.
Und wie sagt Gerburg Jahnke immer?
„Wenne Mittwoch überlebst, is Donnerstag.“

 

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