Maurice T.

Als ich aus dem Termin beim Kunden kam, rief ich den Dr. an.
Er meldete sich weinend.
Da war mir sofort klar, dass es nicht gut stand.
Er war mit unserem alten Katerchen beim Tierarzt.

Während ich im Termin gessen hatte, hatte er die traurige Diagnose bekommen, dass es Zeit war, das ihn einschläfern zu lassen.
So schnell es eben ging, kämpfte ich mich durch den Berufsverkehr aus der Stadt um bei ihm zu sein.

Wer schon einmal sein Tier hat gehen lassen müssen, weiß, dass das die schwersten Momente sind im Leben.
Maurice war ein wunderbarer, sanftmütiger Kater, der bis zum Tod meiner Mutter bei ihr gelbt hatte und danach zu mir gekommen war.

Als ich den Dr. kennenlernte, hatten Maurice und ich großes Glück, dass er so gut und gerne mit Katzen umgehen konnte.
Die beiden hatten eine besondere Verbindung.
Maurice war bei mir, als mein Mann mich verließ. Das Haus war durch ihn nicht ganz so leer und er war immer liebevoll-verschmust.

Zitternd fuhr ich mit hohem Tempo auf die Praxis zu.
Das Licht brannte und ich konnte, obwohl ich noch ca. 200 Meter entfernt war, den Dr. in einem der Behandlungszimmer stehen sehen.
Ich sah, wie er weinte.
Ein unglaublich trauriges Bild.

Wir beide waren bei Maurice, als er die Spritze bekam und der Dr. hat ihn bei uns im Garten beerdigt.
An einer Stelle, wo er immer gerne in der Sonne gelegen hatte.
Machs gut, süßer Maurice, danke für die Zeit.

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